Der Jahresauftakt hat eine Eigenheit, die kein anderer Anlass im Kalender hat: Alle sind da, und alle hören gleichzeitig zu. Diese Aufmerksamkeit gibt es einmal im Jahr. Was in dieser Stunde gesagt wird, prägt, wie im Haus über die nächsten zwölf Monate gesprochen wird.
Meist wird sie für eine Rückschau auf Zahlen verbraucht. Das Jahresziel wird verkündet, nicht erklärt — und im Februar erfindet dann jede Abteilung ihre eigene Antwort darauf, was Künstliche Intelligenz für sie bedeutet.
Der Vortrag setzt genau dort an: Er übersetzt das gesetzte Jahresziel in das, was KI daran ändert — und was sie ausdrücklich nicht ändert. Kein Technikvortrag, keine Werkzeugschau. Eine gemeinsame Sprache für ein Jahr, in dem sonst jeder eine andere spricht.
Wie sich der Vortrag ins Programm einfügt
Als Auftakt nach der Begrüßung: Die Geschäftsleitung setzt das Ziel, der Vortrag macht es greifbar. Danach geht die Veranstaltung mit einem geteilten Bild in ihre Arbeitsphasen — statt mit fünf verschiedenen.
Als Übergang in den Nachmittag: Wenn der Vormittag den Zahlen gehört und die Aufmerksamkeit nachlässt, setzt der Vortrag den Perspektivwechsel. Er nimmt das auf, was am Vormittag gesagt wurde, und dreht es nach vorn.
Als Impuls von 20 bis 30 Minuten, wenn der Ablaufplan eng ist. Dann ohne Fragerunde, dafür schärfer zugespitzt auf eine einzige Frage: Was heißt das Jahresziel für die Arbeit im eigenen Bereich?
Passende Themen für diesen Anlass
- Warum KI-Transformationen scheitern — die naheliegende Wahl, wenn im vergangenen Jahr KI-Vorhaben stecken geblieben sind und niemand offen darüber spricht.
- EU AI Act, Governance und Haftung — wenn im neuen Jahr Pflichten anstehen, die alle Bereiche betreffen.
- Künstliche Intelligenz in Alltag und Unternehmen — die Einordnung ohne Technikjargon, für ein Publikum vom Vorstand bis zur Werkbank.
- Megatrends — wenn das Jahresziel aus einer größeren Verschiebung abgeleitet ist und diese Herleitung im Saal verstanden werden soll.
Womit die Mannschaft aus dem Saal geht
- Eine Antwort auf die Frage, die alle mitbringen: Was bedeutet das für meine Arbeit?
- Drei bis fünf Sätze, die im Haus zitierfähig sind — Sprache, die auch im März noch benutzt wird.
- Eine ehrliche Einordnung, was Künstliche Intelligenz in diesem Jahr realistisch leisten wird und was nicht. Ohne Untergangston, ohne Heilsversprechen.
- Für die Führungskräfte: die Entscheidungen, die in den ersten hundert Tagen fällig sind, und wer sie treffen muss.
Was der Veranstalter bekommt
- Ein Vorgespräch von etwa 45 Minuten, in dem das Jahresziel und die Stimmung im Haus besprochen werden. Der Vortrag wird darauf zugeschnitten.
- Titel, Abstract, Kurzvita in drei Längen und Pressefotos ohne Rückfrage über das Speaker-Kit.
- Abstimmung mit Regie und Technik vor dem Termin.
- Anwesenheit über den eigenen Programmpunkt hinaus, soweit der Ablauf es zulässt.
Was der Veranstalter bereitstellt
Beamer oder LED-Wand mit HDMI-Anschluss, Headset oder Ansteckmikrofon — kein Handmikrofon — und einen Anschluss für den eigenen Laptop. Die Präsentation wird vorab als Sicherung bereitgestellt. Mehr ist nicht nötig.